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Chronologie
 
12.09.1975 Ausschnitt aus Davoser Zeitung :
Teilausbau der Landwasserstrasse macht Umfahrung Schmitten immer dringlicher . Unmittelbar vor Schmitten treffen die Bauarbeiten auf das Teilstück der Kantonsstrasse am östlichen Dorfeingang das im Verlaufe des letzten Jahres verbreitert wurde. Dadurch wurde natürlich das Hauptproblem, die Verkehrsbelastung des Dorfes nicht gelöst. Im Gegenteil, wird der Teilausbau der Landwasserstrasse, einen noch grösseren Verkehrsanfall bringen und die Einwohnerschaft wird unter den verstärkten Durchgangsverkehr vermehrt zu leiden haben.
3 Varianten für die Umfahrung waren ja schon vor Jahren im Gespräch und die Variante des nördlichen Projektes bereits von der Gemeinde bewilligt, das heisst eine Strassenführung oberhalb des Dorfes mit einem ca. 400 m langen Tunnel.
Die zweite Variante durch das Dorf selbst ist wohl kaum diskutabel und die dritte Variante unterhalbdes Dorfes nähme den Bauern die schönsten Felder weg.
09.01.1982 Auszug aus Zeitung „Magazin Porträt“ 9. Jan. 1982.
Seit den 60er Jahren, als man die Verbindungstrasse Davos-Tiefencastel- Lenzerheide auszubauen begann, sorgt eine mögliche Umfahrung von Schmitten für dauernden Gesprächsstoff im Dorf.
Vor allem im Sommer sind die störenden Einflüsse des Durchgangsverkehrs enorm. Bereits liegt ein Vorprojekt für eine Umfahrung vor, doch mit der Ausarbeitung des Eigentlichen Projektes ist erst in den nächsten Jahren zu rechnen. Optimismus auf einem baldigen Baubeginn ist demnach verfrüht, zumal für die Schmittenerselbst, nur eine Tunnelvariante in Frage kommt.
Eine gewöhnliche Umfahrungsstrasse würde nach Gebhard Brazerol (damaliger Gemeindepräsident,IGLS)zuviel Wieslandzerstören.
Dass allerdings die Kosten eines Tunnels auch nicht gerade klein wären, darüber ist man sichin Schmitten auch im Klaren.
1982

1982 hat das Tiefbauamt Graubünden für die Umfahrung von Schmitten ein Auflageprojekt, die sogenannte Umfahrung Schmitten - Nord , detailliert ausgearbeitet, inklusive Umweltverträglichkeits - Prüfung und geologischen Untersuchungen und anschließend öffentlich aufgelegt.

Vorgängig zeigte es sich, dass die örtlichen Verhältnisse keine Sanierung der Innerortsstrecke (im Dorf) erlauben würde.

Nur eine Umfahrung ist möglich und nachhaltig.

Gegen das vom Kanton 1982 aufgelegte Projekt (Umfahrung - Nord im Tunnel) gab es ein par Einsprachen , einige davon sind angeblich bis heute nicht beantwortet.
Darauf wurde das vom Kanton ausgearbeitete Projekt Umfahrung-Nord im Tunnel vom Kanton / TBA schubladisiert. Schmitten wurde so während 28 Jahren mit der prekären Lage im Dorf allein gelassen und die Region / der Verkehr von und nach Davos während der gleichen Zeit mit dem Flaschenhals Schmitten belastet. Es gibt auf dieser Strecke kein anderes Durchkommen von und nach Davos.

Es sind diese 28 Jahre „Abstrafung“ die bei vielen Einwohnern heute Angst macht , dass, wenn es jetzt wieder Einsprachen gibt, dann Schmitten wieder auf die Wartebank kommt. Dadurch gibt es nicht wenige Dorfbewohner welche die vom Kanton servierte Kröte „Umfahrung – Süd“ schlucken wollen.

1987 Unternehmer Hans Christoffel, Davoserstelltam Osterhubel mehrere Appartementhäuser. Käufern und Kaufinteressenten von Wohnungen wird von der Gemeinde versichert, dass niemals eine Umfahrung - Süd geplant/gebaut wird. Wenn, dann nur im Norden im Tunnel!
Viele von diesen Wohnungen werden seit Jahren an Feriengäste aus dem In- und Ausland vermietet.
30.09.1991 Zitat aus der schriftlichen Beurteilung eines alteingesessenen prominenten Schmittners, Mathias Balzer, Haldenstein GR , der in dieser Sache als Berater tätig war für die Firma Wanner AG ,Geologie und Umweltfragen St. Gallen. Diese Firma hat damals im Auftrag des TBA GR die Auswirkungen auf die betroffenen Anwohner, auf den topografisch und geschichtlich bedingten Siedlungscharakter des Dorfbildes und die Umgebung und Umweltverträglichkeit recherchiert.
Die Schlussfolgerung von Mathias Balzer, aus seinem Abschluss Bericht 30. Sept. 1991
ZITAT
Schlussfolgerung
Der projektierte Tunnel bringt für den mittleren Hauptteil des Dorfes die dringend notwendige Entlastung. Am westlichen Dorf Ende, auf der rechten Tobelseite, kann m.E. ebenfalls nur ein Tunnel die Lösung sein. Am östlichen Dorf Ende endet der Tunnel zu früh. Schmitten ist ein Strassendorf trotz der grösseren Konzentration der Häuser im mittleren Teil, dem Dorfkern. Eine Umfahrung muss nach meiner Ansicht aber dem ganzen Dorf gerecht werden.
1992 Wegen des zunehmenden Verlusts an Landwirtschaftsland hat der Bundesrat 1992 den Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF) erlassen Bundesratsbeschlus 8.April 1992. FFF sind der agronomisch besonders wertvolle Teil des für die landwirtschaftliche Nutzung geeigneten Kulturlandes der Schweiz. Gemäss Amt für Raumentwicklung GR, würde die neu geplante Umfahrungsstrasse diese, vom Bund deklarierte Flächen/Parzellen durchtrennen / zerstören!
http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20093025
1996 LKW Tonnage Erhöhung 1996 . Aufhebung des 28 Tonnen – Limits. Das belastet die Strasse entlang der Landwasserstrasse (A417b Kantonsstrasse) zusätzlich und überdurchschnittlich in der Dorfdurchfahrt von Schmitten.
 
Mai 2000

Auszüge aus der „Schriftlichen Anfrage betreffend Umfahrung Schmitten (Albula ) “ von Grossrat Quinter Session 29.03.2000.
Hr. Grossrat Quinter erkundigt sich bei der GR Regierung :

1.Notwendigkeit und Dringlichkeit
2.Warum wurden die Einsprachen der Auflageverfahren 1982 bis heute nicht behandelt? ( Auflage Tunnel)
3.In welchem Zeithorizont gedenkt die Regierung:
a) die Einsprachen zu behandeln?
b) das Ausführungsprojekt ausarbeiten zu lassen?
c) die Umfahrung Schmitten zu realisieren?

Antwort der Regierung GR (Auszug):
Mit der Genehmigung des Entwicklungskonzeptes (EK2) für Region Mittelbünden, in welcher der Umfahrung Schmitten aus regionaler Sicht erste Priorität beigemessen wird.
Hinsichtlich der Realisierungschance der Umfahrung Schmitten gilt es zu berücksichtigen, dass mit der Umfahrung Klosters und Flims die zwei grössten je in Angriff genommenen Hauptstrassen Projekte in GR im Bau sind. Ein drittes Vorhaben – Umfahrung Saas – wird über einen längeren Zeitraum zusätzliche finanzielle Mittel beanspruchen.
Daher verzichtet die Regierung auch darauf , im Budget 2001 finanzielle Mittel für die weitere Bearbeitung dieses Umf. Projektes ( Schmitten) bereit zu stellen.

http://www.gr.ch/DE/institutionen/parlament/PV/Seiten/DE_2000-03-29_77_m.aspx

Mai 2006 Natur
lautet die Lösung des im Mai gegründeten Natur Park ELA. Die Gemeinde Schmitten liegt im PARC ELA .
 
Juli 2008

UNESCO Weltkulturerbe Albula– Bernina - Bahn, Label erhalten am 7.Juli 2008

Die Terrasse von Schmitten liegt in der Pufferzone im Fernbereich des UNESCO Weltkulturerbe Albula-Bernina- Bahn, laut Dr. Oliver Martin Sektionschef, Bundesamt für Kultur BAK.
Das weltberühmte Landwasserviadukt der RhB steht hälftig auf Schmittner Boden und ist in nur knapp 15 Minuten vom Dorf Schmitten her erreichbar (Aussichtsplatform) und wird touristisch nachhaltig vermarktet.

12.12.2008 Veröffentlichung im Kantonsblatt vom 13.11.2008 Strassenkorrektion (Landwasserstrasse) Schmitten innerorts .
11.12.2009 Im Anschluss an eine Gemeindeversammlung wird im Rahmen einer Konsultativversammlung die Umfahrung Schmitten Süd von Regierungsrat Stefan Engler vorgestellt. Die Umfahrung mit offener Strassenführung im Süden des Dorfes (2.3 Km lang und 6 Meter breit , Brücke, Aufschüttungen, Stützmauern) Kantonsstrasse wird den Anwesenden für 15 Mio Franken Kosten vorgestellt und angeboten. Viele Menschen vor allem Bewohner im Süden der Gemeinde waren über die Konsultativ Abstimmung nicht orientiert und entsprechend nicht anwesend. Das Angebot des Regierungsvertreters an diesem Abend ist ultimativ. Die alternative Umfahrung - Nord im Tunnel wird vom anwesenden Regierungsrat Engler als zu teuer bewertet.
Jan 2010 Bundesrat Moritz Leuenberger erklärt das Jahr 2010 zum Jahr der Biodiversität !
 
29.01.2010 Besorgte Menschen gründen die „ Interessengemeinschaft für ein lebenswertes Schmitten „ IGLS www.schmitten-umfahrung.ch
Aug. 2010 IGLS beginnt die Unterschriften -Sammlung für eine Petition z.Hd . der Bündner Regierung , gegen die Umfahrung – Süd und für die Umfahrung-Nord im angepassten Tunnel.
Zu den 11 Punkten aufgelistet im Petitionsbogen Seite 1 „Begründung und Argumente für die Umfahrung im Tunnel und gegen die Umfahrung-Süd“ kommt bereits ein weiterer gewichtiger Punkt dazu, nämlich die Zerschneidung von Landwirtschafts - Parzellen die für die landwirtschaftliche Fruchtfolgeflächen FFF bestimmt sind und entsprechend vom Amt für Raumentwicklung Graubünden inventarisiert sind.
Seither

Die Umfahrung - Süd ist beim TBA (Tiefbau Amt Graubünden) GR in Planung und wird Nov 2010 aufgelegt und die Visiere gesteckt.

Es mehren sich die Anzeichen, dass die kommunizierten Kosten von Fr.15 Mio. für die komplexe Strasse am Sonnenhang nicht realistisch sind. Noch im Frühling 2010 (24. März 2010)hat Hr. Regierungsrat Stefan Engler auf diesbezügliche Bedenken wie folgt schriftlich geantwortet :
ZITAT „ Sie werden verstehen, dass ich solange die Einzelheiten einer offenen Umfahrungsvariante nicht bekannt sind, ich mich nicht mehr dazu äussern kann“ ZITATENDE

Bemerkung IGLS : Es wäre tragisch, wenn die schützenswerte Naturlandschaft im Süden des Dorfes verschandelt würde. Noch tragischer würde sein, wenn die Kosten für die offene Umfahrungstrasse mit Kunstbauten etc. sich den Kosten für die Tunnelvariante nähern. Nicht ganz ungewöhnlich, wenn nicht- private und private Bauunternehmer (mit dem Steuerzahler im Rücken) ein bestimmtes Projekt propagieren, realisieren wollen. 

22.10.2010 Eine   Delegation von IGLS  übergibt  in Chur  (auf dem Regierungsplatz)  die  Petition  mit  1650  Unterschriften der Bündner Regierung. Für  die  Bündner Regierung wird  die  Petition von Chef  Tiefbauamt  Heinz  Dicht entgegen genommen.  Wortlaut  der Petition finden  Sie  unter  Petition.
4.11.2010 Im Gelände  werden  die Baulinien  blau  und  die neue  Strassenachse  gelb   markiert.
9.11.2010
öff.Auflage  von bis
8.12.2010
Ab  Dienstag 9. November 2010 ist  das  Auflageprojekt  Umfahrung  Schmitten - Süd in der Gemeindekanzlei Schmitten  bis  8. Dezember  2010  öffentlich aufgelegt. Einsprachen können während dieser Zeit gemacht  werden. Einzelheiten sind  im  Amtsblatt  /  NOVITATS ,  Ausgabe  Freitag  5.November  2010  unter  amtliche  Mitteilungen publiziert.   Gemeindekanzlei  Schmitten  Tel 081 404 10 66 .

Nov.  Dez. 2010

Das TBA  GR produziert eine  CD über  das Umfahrungsprojekt Schmitten-Süd  und integriert den Umweltverträglichkeitsbericht  (UVB)  des Amtes   für  Natur  und Umweltschutz  (ANU GR)  .

Der UVB  des Kanton bestätigt dass das Projekt – Süd  schwerwiegende  Eingriffe in die Natur  und  die Landschaft mit  sich bringt.

Unter anderem wird  bestätigt dass :

·       54‘000 m2  Kulturland für  den Bau  der 2.3  Km  langen Umfahrungsstrasse benötigt  wird (Bauzeit ca  3 – 4 Jahre)

·       32‘000 m2  wieder begrünt werden könnten

·       22‘000 m2  Kulturland  werden aber für  immer unter Asphalt und Beton  verschwinden

Auflageprojekt  Umfahrung  Schmitten – Süd ist in der Gemeindekanzlei Schmitten  bis  8. Dezember  2010  öffentlich aufgelegt  und  die  Visiere im Feld  sind gesteckt. Ein Vertreter des Tiefbauamtes  GR  gibt   ein par mal auf  der Gemeindekanzlei Schmitten Auskunft.

8. Dez. 2010

Die Einsprachefrist  von einem Monat  gegen  das Projekt  Umfahrung – Süd ist abgelaufen.  Viele  Betroffene  machen fristgerecht  begründete Einsprache  beim TBA  GR  , teilweise  mit Unterstützung  eines Anwaltes.

9. Dez. 2010

Drei   Umwelt – Natur- und  Landschaftsschutz Verbände WWF  GR ,  Pro Natura  GR, Stiftung  für Landschaftschutz Schweiz  melden sich zu Wort. Sie  erheben Einsprache gegen das Projekt  einer offenen Umfahrung,  wie  sie in einer  gemeinsamen Pressemitteilung  schreiben.

22. Dez. 2010

Oberingenieur ,Herr Heinz Dicht  vom Tiefbauamt Graubünden bestätigt  den Eingang  von Einsprachen und lässt  ausrichten,  dass die Behandlung  der Einsprachen und  die Festlegung des weiteren Vorgehens  einige  Zeit  in Anspruch nehmen werde.

 

30. April 2011

1. Generalversammlung / Mitgliederversammlung IGLS am 30. April 2011 abgehalten.

1. Mai 2011

Neues Naturgesetz tritt in Kraft

Chur – Die Bündner Regierung setzt das neue Gesetz über den Natur- und Heimatschutz heute per 1. Mai 2011 in Kraft. Das Gesetz schaffe die Grundlage für einen effizienten und zeitgemässen Natur- und Heimatschutz, teilte die Standeskanzlei Graubünden mit. Kanton und Gemeinden seien verpflichtet, Massnahmen für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sowie die Erhaltung von wertvollen Landschaften, Naturobjekten und Kulturgütern zu ergreifen. (so)

Sept 2011

Der Bund   verleiht  dem  Parc  Ela    das  begehrte  Label   Regionaler Naturpark von Nationaler Bedeutung „  .  Die  19  Parkgemeinden die  den  bindenden  Parkvertrag mit  der Schweizerischen  Eidgenossenschaft  unterschrieben  haben , engagieren   sich  nach Vertrag dafür,; die Natur und  Landschaft  zu  erhalten, nachhaltige regionale Wirtschaft zu  stärken und  das dreisprachige  kulturelle Erbe  zu  bewahren.

Dem  Parkvertrag wurde  von Schmitten  mit  100%  der Stimmen zugestimmt.

28.Okt. 2011

 

 

 

 

Die Grünliberale Partei  Klosters  / Davos  kritisiert   die Absicht  der Regierung  die  Sonnenterrasse  von Schmitten  mit  einer   Umfahrung sstrasse   Süd mit  viel  Steuergeldern  (geschätzte   19 Mio  Fr )  und  dem Verlust  von  22‘000 Quadratmeter  gutem  Landwirtschaftsland , der  Zerschneidung  , Zerstückelung  der Wiesen - und Kulturlandschaft  , grösseren Rodungen von Bergwald  schwerwiegend  und  unnötig  zu zerstören.

 

25.Okt. 2011

 

Bis Herbst 2011 war im geltenden kantonalen Richtplan eine Nordumfahrung mit Tunnel enthalten. Im Strassenbauprogramm 2009 bis 2012 war der Innerortsausbau der Landwasserstrasse in Schmitten vorgesehen.

Ein entsprechendes Projekt , das öffentlich aufgelegt war, wurde von der Bevölkerung abgelehnt.

In der Folge wurde die offene Südumfahrung entwickelt und im Herbst 2010 als Strassenprojekt öffentlich aufgelegt .

Mit gleichem Datum wurde auch der kantonale Richtplan von der Regierung entsprechend angepasst , indem die Südumfahrung aufgenommen und die Nordumfahrung mit Tunnel fallengelassen wurde.

Der angepasste Richtplan wurde dem Bundesrat bislang noch nicht zur Genehmigung unterbreitet.

26.Okt . 2011

Die Regierung genehmigt mit Protokoll Nr. 962 vom26. Okt 2011 die Umfahrung Süd von Schmitten.

Alle Einsprachen von Einsprechern (innen) werden im Hauptantrag (Das Strassenprojekt Umfahrung Süd sei nicht zu genehmigen) abgelehnt , wie kommuniziert im Protokoll Nr. 962 vom 26. Oktober 2011.

Die  Regierung  des Kanton Graubünden  lässt  sich im Vernehmlassungsverfahren zum  Auflageprojekt Umfahrung  Schmitten Süd u.a.  wie  folgt  vernehmen:

D.  Rückgabe  der Ortsdurchfahrt   (Seite 63)

Gestützt auf Art. 9  und  Art.7 StrG  tritt der Kanton der Gemeinde Schmitten das Teilstück der  heutigen Landwasserstrasse ,  beginnend bei  der Ortstafel  West bis  zum Anschluss an  die  neue Umfahrungsstrasse im  Osten (ca 2.3Km) , im bestehenden Zustand zu  Eigentum  und  Unterhalt ab.

(Protokoll 962, Seite 1 -66)

 

 

28. Nov.2011

 

Fristgerecht erheben Pro Natura , WWF Graubünden und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL Beschwerde vor Verwaltungsgericht GR gegen das genehmigte Strassenprojekt Umfahrung Schmitten , da dieses nicht natur- und landschaftsverträglich ist .

Fristgerecht erheben Private und Gruppierungen von Beschwerdeführer (innen) mit Anwalt Beschwerde vor Verwaltungsgericht gegen den Entscheid der Regierung des Kanton Graubünden vom 25. Okt. 2011 Protokoll-Nr. 962 , in Sachen H417b Landwasserstrasse ; Genehmigung Umfahrung Schmitten Süd .

Prinzipielle Begründungen der Beschwerdeführer/innen

vor VG

Die Beschwerde vor VG mit Anwalt stützt sich im wesentlichen auf folgende Unterlassungen der Regierung (wie vorgebracht in der Beschwerde) ;

1. Unvollständiger UVB , Umwelt Verträglichkeits Bericht

2. Verspäteter Bericht des ANU , Amt für Natur und Umwelt

3. Mangelhafte Begründung

4. Nichteintreten im angefochtenen Entscheid auf Anträge betreffend Alternativen

5. Materielle Beurteilung und Interessenabwägung

6. Abweisung der vorsorglich gestellten Anträge um Ersatzleistung

21. Februar 2012

Mit  Ihrer  Vernehmlassung vom  21. Februar 2012 zur Beschwerde der  11 Beschwerdeführer  / innen besteht die Regierung  darauf,  dass  die Beschwerde abzuweisen  ist „soweit  darauf  einzutreten ist“ .

Wir  verstehen,  dass  nebst unserer  Beschwerde  auch die Beschwerde anderer  abgewiesen  wurden,  inklusive  die der  Natur und  Umweltschutzverbände .

5. April 2012

Mit  Replik  an das  Verwaltungsgericht  GR  (12 Seiten)  vom  5. April  12   nehmen   die  Beschwerdeführer  (darunter auch  IGLS  Mitglieder) Stellung (mit Anwalt)  zur  Vernehmlassung der Regierung vom 21.Feb. 2012

 

Mit  ca  dem selben Datum  nehmen  auch  die  Umwelt  – und Naturschutzverbände (Pro Natura , WWF Graubünden und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL)  Stellung mit Replik an das  Verwaltungsgericht  GR  zur  Vernehmlassung der Regierung vom 21.Feb.  2012

 

Quelle

Schweiz. Bauernverband

 

Mai  2012

Kulturland  wird   vom Bundesgericht  geschützt   Der Boden ist die wichtigste Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft. Doch die wertvolle Ressource schrumpft unaufhaltsam. Pro Sekunde wird in der Schweiz ein Quadratmeter Kulturland verbaut.

Einmal  mehr hat  das Bundesgericht den Erhalt   der Fruchtfolgeflächen  (FFF) grosse Bedeutung  zugemessen.

Das  BG  hat  einen  Entscheid des  Bundesverwaltungsgerichts  gestützt , wonach das Bundesamt für  Strassen (ASTRA) den Standort  für  eine Strassenabwasserbehandlungsanlage  (SABA) an  der 

Nationalstrasse  N13  nicht  allein  nach finanziellen Gesichtspunkten  auswählen  darf.

 

NB Bekanntlich   hat  die  Bündner  Regierung  die  Umfahrung Schmitten   Süd allein  nur aus  finanziellen Erwägungen  gewählt.

 

6. Mai  2012

Mathias Balzer  -  Künstler  und  Mitglied  von   IGLS  -  ist im  Alter  von  80  Jahren nach  längere  Krankheit  gestorben. Der  Vorstand  von IGLS  entbietet  der Trauerfamilie  im Namen   aller  Mitglieder  ihr  herzliches  Beileid.

 

Mai  2012

Die von 1650 Personen unterschriebene Petition an die Regierung GR ist bis heute nicht beantwortet .

Die Petition wurde Ende Okt. 2010 an Hr. Heinz Dicht, Oberingenieur des Kanton GR zu handen der Bündner Regierung in Chur (vor dem Regierungsgebäude) übergeben.

 

19. Mai 2012

2. ordentliche  Mitgliederversammlung  von  IGLS  abgehalten

23. Juni 2012

Parc  Ela
Im Beisein von  Bundesrat  Johann Schneider – Ammann haben  in Tiefencastel  Hunderte  Einheimische  und  Gäste  die offizielle   Übergabe des  Bundeslabels an  den  Parc  Ela  gefeiert.  Mit  dem  Bundeslabel  ist  Parc  Ela  nun   offiziell   ein   „Regionaler  Naturpark  von  nationaler  Bedeutung“ .

IGLS   reiht  sich  gerne  in  die  Reihe  der Gratulanten ein  und  wünscht dem  Parc  Ela  und  den Verantwortlichen  des Ela- Parkvereins  ( Luzius  Wasescha  Präsident des Ela - Trägervereins )  ,  Ausdauer  und  viel Erfolg.

An  dieser  Stelle  erinnern  wir an die   Zielsetzung von IGLS , die  geplante  2300  m lange  Umfahrungsstrasse  im Süden von Schmitten  zu  verhindern und  aber  bestehende  alternative , nachhaltige  Projekte  zu  verwirklichen

Ebenfalls erlauben  wir  an  den  Parkvertrag  Parc  Ela  zu  erinnern ,der  gemäss  Natur  und  Heimatschutzgesetz  des  Bundes von  den  Parkgemeinden  unterzeichnet  wurde. Schmitten ist  eine  der 19 Parkgemeinden und hat  mit  100% der Stimmenden  dem  Zutritt  zugestimmt. 

In  Art. 2  Ziel  und  Zweck  wird  u.a. festgehalten    ZITAT

·       1) Der Regionale  Naturpark Parc Ela  dient  der nachhaltigen Regionalentwicklung . Im Parc  Ela wird  die nachhaltig betriebene Wirtschaft gestärkt  und  die  Vermarktung ihrer Waren und Dienstleistungen gefördert sowie gleichzeitig  die Qualität von  Natur  und  Landschaft  erhalten  und  aufgewertet.

 

 

3.März  2013

Kantonale und  Eidgenössische Abstimmungen

Resultate von IGLS relevanten Abstimmungen 

 

·       Olympische  Winterspiel  2022

Die   Bevölkerung   von  Graubünden lehnt  die Durchführung   der  Winterolympiade  2022  in Graubünden  mit  52,7 % Nein Stimmen  gegen   47.3  %  Ja   Stimmen   ab

·       Änderung des  Raumplanungsgesetzes
Das schweizerische Stimmvolk  stimmt  mit   62.9  % Ja   gegen     37.1 % Nein für  die  Änderung  des Raumplanungsgesetztes  vom 22. Juni 1977 .
Art.  1  Abs  1  verlangt,  dass Bund  Kantone und  Gemeinden dafür sorgen,  dass der Boden haushälterisch  genutzt und  das Baugebiet vom  Nichtbaugebiet  getrennt wird.

Art 3  Die  Landschaft ist  zu schonen . Insbesondere sollen ; 

 a)  der Landwirtschaft  genügende Flächen geeigneten Kulturlandes , insbesondere Fruchtfolgeflächen  (FFF) erhalten  bleiben.

 

Bemerkung  ET
Bei einer Realisierung der geplanten Umfahrung Schmitten - Süd , würden mehrere Parzellen von Fruchtfolgeflächen (FFF) zerschnitten / zerstückelt / für die Landwirtschaft ungeeignet machen

Bemerkung ET
In der Schweiz werden momentan pro Sekunde 1 m2 Land verbaut .Das entspricht jährlich der Fläche des Murtensees oder Walensees oder über einen Zeitraum von 10 Jahren , der Fläche des Kanton Zug.
Die Schweiz wird in rasantem Tempo überbaut . Das neue Raumplanungsgesetz will die Zersiedlung stoppen.

14: 10.Juni 2015
09.00 - ca. 14.00

Von der Regierung geplante Umfahrung Süd von Schmitten:

Augenschein im Gelände durch die Eidgenössische Natur - und Heimatschutzkommission ENHK unter Leitung von Herrn Fred Guggisberg , Sekretär ENHK , auf Veranlassung des Verwaltungsgericht GR, Präsident Urs Meisser. Eingeladen und teilweise anwesend waren Mitglieder der Beschwerde- führerschaft Ernst Tschopp , Heinz Stucky, Markus Brazerol, Alfred Caspar, Walter Wüst mit Anwalt Armin Linder. Ebenfalls anwesend waren Vertreter (innen) der Regierung GR, Tiefbauamt GR, Vertreter (innen) der Umweltschutzverbände WWF GR, Pro Natura GR, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

Die anschliessende Schlussbesprechung durch Herrn Guggisberg war allgemeiner Art und enthielt keine Einschätzung, Beurteilung der ENHK der geplanten, projektierten Umfahrung Süd.

Laut Hr. Guggisberg wird der Bericht der ENHK ca. Sept. 2015 zu erwarten sein. Bis zum heutigen Tag (22. Oktober) haben die Beschwerdeführer und Ihr Anwalt, keine Kenntnis des zu erwartenden ENHK Berichtes.

14.10.2014

Mit Schreiben fragt das Verwaltungsgericht Graubünden die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) an , ob die ENHK bereit sei zur umstrittenen Umfahrungstrass Süd von Schmitten ein Gutachten zu erstatten. Mit Schreiben vom 13.11.2014 hat sich die ENHK bereit erklärt, ein Gutachten zu erstellen.

29.02.2016

Das ENHK ( Sekretär Fred Guggisberg) hat das Gutachten z.Hd. des Verwaltungsgericht Graubünden erstellt. Das Gutachten wurde an alle Beschwerdeführer, wie aufgelistet, weitergeleitet.

Angesichts der der geringen Verkehrsdichte beurteilt die ENHK die geplanten Umfahrungen Süd als absolut unverhältnismässig Die ENHK beantragt auf den Bau einer der in diesem Gutachten besprochenen Variante für eine Umfahrungsstrasse südlich von Schmitten zu verzichten. Die Kommission beantragt deshalb, die Beschwerden gutzuheissen und die Genehmigung des Bauvorhabens sowie die Rodungsbewilligung aufzuheben
(Seite 13/14).

Die Sonnenterrasse im Albulatal
muss erhalten bleiben!
Dafür setzen wir uns ein.

 

 ©2010 IGLS, Interessengemeinschaft für ein lebenswertes Schmitten, created by DataPresent GmbH, Kefikon